als ich sieben war hatte ich irgendwie die idee mich bis nach china durchzugraben. so durch den boden im garten. kann ja nicht so schwer sein, hab ich mir gedacht, einfach nach unten buddeln und so!
also hab ich ne schaufel (so ne kleine aus plastik) aus der garage geholt und angefangen ein loch zu graben, in das ich knapp reinpasste. jeden abend hab ich ne sandkastenplane drübergelegt - könnte ja regnen!
auf jeden fall hab ich ziemlich lang dran gearbeitet und es gab da diese kleine sache an die ich nicht gedacht hatte: um mich rum wurden die wände ziemlich hoch. und ich hab einfach die orientierung verloren, obwohl ich doch nur nach unten gebuddelt hab! als ich losgebrüllt hab, war mein papa innerhalb von sekunden da. kam mir vor wie mehrere leben. er ist zu mir geklettert, wahrscheinlich hin und hergerissen zwischen meiner blödheit und meiner strammen leistung.
"du hättest lebend begraben werden können".
erst dann hab ich gecheckt, dass mein loch doch nicht kilometertief war, meinem papa reichte es nämlich grad mal so bis zu den schultern.
dunkelheit ist eben relativ.
18.7.10 18:37
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Lisa / Website (19.7.10 12:44)
Ist das ne Stelle aus
"Buntschatten und Fledermäuse"?
Kommt mir so bekannt vor


dominique herself (20.7.10 12:14)
fast
"beim leben meiner schwester"

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen









































Gratis bloggen bei
myblog.de